Es ist das Paradebeispiel einer Tondichtung und gleichzeitig Modest Mussorgskis Meisterwerk: Die farbenmächtigen Bilder einer Ausstellung, in denen er die Gemälde und Zeichnungen seines kurz zuvor verstorbenen Freundes Viktor Hartmann beschreibt.
Ursprünglich als äusserst anspruchsvoller Klavierzyklus konzipiert, regte der Reichtum der Klangfarben schon früh andere Komponisten an, das Werk für neue Besetzungen einzurichten. So auch Maurice Ravel – von dem die bekannte Bearbeitung für grosses Orchester stammt – oder Andreas N. Tarkmann, dessen Fassung für Bläser und Kontrabass zu hören sein wird. Der deutsche Komponist und Arrangeur, der auf eine langjährige Zusammenarbeit mit der Kammerphilharmonie zurückblickt, hat auch die virtuosen Fünf Stücke von Jean Françaix
für Solo-Cello und Bläserensemble bearbeitet. Ebenso tänzerisch leicht ist die Petite Suite Gauloise aus der Feder von Louis Théodore Gouvy, die als Anreihung von Tänzen der barocken Suite nachempfunden ist.
Karolina Öhman, Violoncello
Philippe Bach, Dirigent
Kammerphilharmonie Graubünden
Louis Théodore Gouvy (1819-1898)
Petite suite gauloise, op. 90 (1898)
Jean Françaix (1912-1997)
Fünf Stücke
für Violoncello und Bläseroktett
arr. Andreas N. Tarkmann (1989)
Modest Mussorgsky (1839-1881)
Bilder einer Ausstellung (1894)
für 12 Blasinstrumente und Kontrabass
arr. Andreas N. Tarkmann
Konzertdauer: ca. 60 Minuten
Eintritt frei/Kollekte
Schlechtwetteralternative:
Chiesa San Lorenzo, Soglio