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Das Orchester seit der Gründung 1989

Die Geschichte beginnt im Jahre 1989: Als "Bündner Kammerorchester"/BKO vom damaligen Dirigenten Christoph Cajöri und einer Gruppe von engagierten Musikern und Musikerinnen aus der Region ins Leben gerufen, hat sich die heutige kammerphilharmonie graubünden einen festen Platz in der Kulturlandschaft des Kantons und der gesamten Schweiz erkämpfen können.

Das Orchester spielt nicht nur in grossen Sälen und den entsprechenden Ortschaften, sondern gibt auch regelmässig Konzerte in kleinen Ortschaften und Seitentälern Graubündens.

Es ist ein Anliegen des Orchesters, dem Konzertpublikum spannende und farbige Programme zu bieten. Neben beliebten und bekannten Werken aus dem klassischen sinfonischen Repertoire und Solokonzerten gibt es immer wieder Ungewohntes und Unkonventionelles: Vivaldis vielgespielte "Quattro Stagioni" wurden den „Jahreszeiten-Canzoni“ der Tessiner Sängerin La Lupa gegenübergestellt -- das Experiment war ein grossartiger Erfolg. Im Projekt "Grenzgänge" (Herbst 1995) trafen mit Kompositionen der beiden Bündner Fortunat Frölich und Domenic Janett Orchester, Ländlerkapelle und Freejazzensemble aufeinander.

Werke von Bündner Komponisten werden immer wieder gespielt, und seit der Gründung konnten bereits zahlreiche Kompositionsaufträge erteilt werden. So fanden Uraufführungen von Gion Antoni Derungs, Mario Giovanoli, Martin Derungs, Robert Grossmann oder David Sontòn-Caflisch grosse Beachtung.

Im Sommer 1995 schliesslich bot sich dem Bündner Kammerorchester die Gelegenheit, im Rahmen des Jubiläums der Graubündner Kantonalbank mit einem Opernprogramm "La Grande Festa" und mit einem Salonmusik-Programm mit zu wirken. Gegen 10’000 Bündnerinnen und Bündner erhielten dadurch die Möglichkeit, das Bündner Kammerorchester live zu erleben. Im Juni 2000 führte das Orchester eine Operngala im Schlosshof Haldenstein auf und legte damit den Grundstein für die zukünftigen Produktionen unter dem Namen Schlossoper Haldenstein. 2001 folgte dann bereits mit Mozarts „Don Giovanni“ die erste eigene szenische Produktion.

Chorbegleitungen bilden ebenfalls einen wichtigen Bestandteil der Tätigkeit des Orchesters. Neben sakralen Werken wirkte das Orchester 1997 im Musical „Anatevka“ oder 2009 im „Sommernachtstraum“ in Laax mit.

Im Jahr 2002 folgten dann die Uraufführung von Robert Grossmanns Musiktheater „Der Zauberberg“ in Adaption an den gleichnamigen Roman von Thomas Mann. In der Hitze des Rekordsommers 2003 stand im Schloss Haldenstein die Zauberflöte von Mozart auf dem Programm. Anlässlich dieser Premiere vom 8. August 2003 wurde der Name Bündner Kammerorchester in die Bezeichnung kammerphilharmonie graubünden überführt. Es folgen regelmässige Einladungen in die Tonhalle Zürich, ans World Music Festival Kerkrade (NL), den Bad Homburger Kultursommer (D) und an zahlreiche Festivals in der Schweiz.

Nach Rossinis "Barbiere di Siviglia" im Sommer 2005 folgte im August 2007 Mozarts "Hochzeit des Figaro" und 2009 mit „Carmen“ bereits die fünfte Auflage der Erfolgsgeschichte Schlossoper Haldenstein. Im Sommer 2009 erfolgte nach zehn Jahren mit Marcus Bosch als Chefdirigent der Wechsel zu Sebastian Tewinkel. Er wird nun diese Erfolgsgeschichte weiterführen und mit neuen Ideen die Weiterentwicklung prägen.