Kammerphilharmonie Graubünden

Orchester Kammerphilharmonie Graubünden

Die Musiklandschaft wandelt sich. Was heute Gesetz scheint, kann morgen schon überholt sein. Werke, Stile, Interpretationen, Konventionen ändern sich wie eh und je – und so muss auch ein Orchester sein Ohr am Puls der Zeit haben.

Die Kammerphilharmonie Graubünden hat in den inzwischen über 25 Jahren seit ihrer Gründung als Bündner Kammerorchester eine Tradition der Offenheit, der Vielgestaltigkeit, des Experiments entwickelt. Sie vernachlässigt die «klassischen» Meisterwerke nicht, die schon Generationen von Musikfreunden bewundert haben, sucht aber gleichzeitig nach Erweiterung dieses Kanons der hohen Kunst, nach neuen Wegen der Vermittlung, nach der Begegnung verschiedener Künste. Sie dehnt ihr Repertoire aus bis hin zu Filmmusik, Jazz oder – mit dem unnachahm­lichen Samuel Zünd – zum Schlager und lässt auch die sogenannte «Weltmusik» sowie die Volksmusik nicht ausser Acht.

mehr

Im «herkömmlichen» Orchesterrepertoire bewegt sie sich in allen Genres: in Sinfonik, Oratorium und – auf Schloss Haldenstein – in der Oper. Kammermusikveranstaltungen ergänzen das Programm, und hier kreuzt sich die Musik mit Literatur oder mit Wissenschaft in den Reihen «Tonzeile» und «Musik im Museum».

Von Anfang an ist es der Kammerphilharmonie wichtig, nicht nur in den städtischen Zentren aufzutreten, sondern auch in kleinen Kirchen oder Sälen in den Seitentälern Graubündens. Die Musik – und zwar die Live-Musik – soll zu den Menschen kommen und das Musikleben der Region blühen: So spielt die Kammerphilharmonie mit den lokalen Chören, in der Saison 2015|16 etwa in mehreren Konzerten mit dem cantus firmus surselva, dem Bündner Singkreis und dem Chor viril Ligia Grischa. Auch die Komponisten Graubündens gilt es zu entdecken (oder wiederzuent­decken) und zu fördern: Der Kanton Graubünden und die Schweiz überhaupt tragen eine Menge zur Musikgeschichte bei.